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iOS 2

Kalender Apps für das iPhone

Auf eine Kalender App kann ich im Alltag nicht mehr verzichten. Mit dem integrierten Kalender hat iOS zwar bereits einen passablen Kalender integriert, jedoch ist dieser für viele, inklusive mir, nicht das Wahre. Ich benutze deshalb eigentlich schon immer andere Kalender Apps, da sie besser zu benutzen und schöner sind und auch meistens ein paar nützliche Funktionen mehr haben. Hier wird es nun um die drei, meiner Meinung nach, aktuell interessantesten Kalender Apps für das iPhone gehen.

Fantastical

Fantastical ist seit Release meine Kalender App der Wahl auf dem Mac. Seit letztem Jahr gibt es diese auch auf dem iPhone und gehört definitiv zu den besten seiner Klasse.

Eines der größten Features der App ist der „Fantastical Parser“, welcher die Termineingabe in Form von ganzen Sätzen ermöglicht. Wenn ich also in meinen Kalender eintragen möchte, dass ich am Freitag um 18 Uhr einen Arzttermin habe, schreibe ich (oder spreche über die iOS Spracheingabe) einfach in das Textfeld „Arzttermin am Freitag von 18 -19 Uhr in München“ und Fantastical verwandelt diese Eingaben in einen richtigen Kalendereintrag. Auch Befehle wie „jeden Freitag“, „alle zwei Wochen“, „mit Konstantin“, oder eine Ortsangabe, versteht der Parser. Unter dem Textfeld lässt sich außerdem festlegen, ob das Ereignis als normaler Termin, oder eine Erinnerung, bzw. ToDo, eingespeichert werden soll. Erkennt der Parser mal nicht die Texteingabe, oder man möchte den Termin lieber manuell eingeben, lässt Fantastical dies mit einem Klick auf „Details zeigen“ zu.

Das Design der App ist relativ schlicht gehalten und im iOS 7 Stil. In der roten Menüleiste wird der Aktuelle Monat, sowie das Symbol für die Einstellungen und eine + Taste für einen neuen Kalendereintrag angezeigt, darunter befindet sich eine Kalendergrafik über die nächsten 5 Tage mit blauen Balken darin, welche die jeweiligen Termine symbolisieren. Den Rest des Screens stellt eine Listenansicht der Termine dar, welche in Tage gegliedert ist. Vom Layout her also ähnlich wie der iOS Kalender und wenn man nach längerem Scrollen wieder zum aktuellen Tag zurück möchte, tippt man einfach auf die Menubar.
Tippt man auf einen Termin, bekommt man eine volle Übersicht über alle Details des Termin und eine kleine Karte mit dem Ort wird angezeigt.

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Um die Landscape Ansicht des iPhones auch noch irgendwie zu nutzen, integrierten die Entwickler eine Kalenderanischt über die volle Breite des Screens. Das ist zwar ein nettes Feature mit schönen Animationen, aber irgendwie ergibt es für mich keinen Sinn, warum man diese Ansicht nutzen sollte.

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Fantastical greift auf die in iOS eingerichteten Kalender Accounts zu und unterstützt somit alle Kalenderdienste, die iOS selbst auch unterstützt. Für mich ein wichtiges Kriterium, da ich meine Kalender ausschließlich bei Google Kalender habe.

Fantastical ist ein sehr schöner Kalender und für sein Funktionsspektrum mit einem Preis von aktuell 3,99€ absolut erschwinglich. Was ich mir dringend wünschen würde, wäre eine iPad App.

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Sunrise

Die kostenlose App Sunrise aus New York überzeugt sowohl vom Layout, als auch von den Funktionen Fantastical relativ ähnlich. Viele Features sind deckungsgleich mit denen von Fantastical, was ich aber nicht negativ werten würde, deshalb werde ich diese hier nicht alle noch einmal aufzählen. Auch Sunrise hat z.B. einen Parser, der jedoch nicht ganz so gut funktioniert, wie der von Fantastical. Vom Design her finde ich Sunrise etwas aufgeräumter und weniger überladen und auch ist das Management von Facebook Veranstaltungen und Einladungen besser gelöst, außerdem wird für jeden Tag auch noch die Temoeratur und eine Wettervorhersage angezeigt. Wer lieber auf eine kostenlose Kalender App zurückgreifen möchte, ist mit Sunrise mehr als gut beraten, außerdem gibt es eine iPad App.sunrise

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Peek

An keinerlei Kalender-App-Standards haben sich Square Mountains, die Entwickler von Peek, gehalten. Die App hat ein sehr flaches, farbiges Design, was ein wenig dem von Clear ähnelt. Die App hat eine Fullscreen Darstellung, man sieht also nichts von der iOS Menubar. Falls man aber doch einen Blick auf die Uhrzeit werfen möchte, hält man seine Hand beschattend über den Ohrhörer des iPhones, neben dem sich der Näherungssensor befindet, und die App blendet die Uhrzeit ein. Eine sehr schöne Lösung, wie ich finde.

Der Kalender wird in Form einer Liste dargestellt, wobei der aktuelle Tag mit „Heute“ tituliert ist und eine andere Farbe hat, als die anderen Tage. Neben dem Datum und dem Namen des Wochentages, befindet sich an der rechten Seite jedes Tages ein Balken, der mal länger und mal weniger lang ist. An diesem lässt sich die Menge, bzw. Dauer der Termine des jeweiligen Tages ablesen, sprich: Je länger der Balken, desto vollbepackter der Tag mit Terminen. Möchte man nun sehen, welche Termine das genau sind, tippt man auf den entsprechenden Tag und dieser klappt mit einer schönen Animation auf. Dort sehe ich dann in chronologischer Reihenfolge alle Termine mit Uhrzeit, und (falls vorhanden) einer Ortsangabe. Die in Wochentage gegliederte Ansicht ist immer für die aktuelle Woche, scrollt man weiter bekommt man eine Monatsübersicht gezeigt.

Einen Termin anzulegen ist relativ simpel. Man tippt eine halbe Sekunde lang mit dem Finger auf einen Tag und kann dort dann alle Details zum Termin eingeben. Seltsam ist, dass die Entwickler die Dauer eines Termins als Zeitangabe festgelegt haben und kein klassisches „von…bis…“. Das mag erstmal keine schlechte Idee sein, jedoch stellte sich dies für mich als ziemlich unpraktisch heraus. Die meisten Termine, möchte ich eben genau nach diesem „von-bis“-Schema eintragen und mir nicht erst überlegen müssen, wie lange das jetzt genau ist. Auch wenn ich beispielsweise einen einstündigen Termin von 18-19 Uhr eingespeichert habe, dann aber erfahre, dass ich doch schon um 17:40 Uhr dort sein muss, kann ich nicht einfach nur die Anfangszeit ändern, sondern muss gleichzeitig auch noch die Dauer verändern, da der Termin ja trotzdem noch bis 19 Uhr dauert. Hier wurde versucht etwas zu vereinfachen, aber leider das genaue Gegenteil bewirkt.peek

Viele Einstellungsmöglichkeiten und verschiedene Ansichten hat Peek nicht, braucht es aber auch nicht. Die App will ein simpler, schöner Kalender sein und das ist den Entwicklern gut gelungen und mit 1,79€ auch noch sehr günstig.

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Fazit

Man kann sich eigentlich gegen keine der drei Apps generell negativ aussprechen, ich kann nur sagen, welche mir für meinen Gebrauch am meisten zusagt. Peek ist eine sehr schöne App, aber für meinen Alltagsgebrauch einfach nicht übersichtlich schnell genug (bezogen auf die Benutzung, nicht die Geschwindigkeit der App selbst). Sunrise nutze ich schon länger als Hauptkalenderapp und mir hat dort eigentlich nie etwas gefehlt, jedoch habe ich während der Testphase auch feststellen können, das Fantastical durchaus auch seine Vorzüge hat und teilweise ein wenig runder ist, als Sunrise. Ob ich nun Sunrise oder Fantastical schlussendlich nutzen werde, wird sich noch rausstellen. Wer aktuell Sunrise benutzt und nicht unbedingt Geld für Fantastical ausgeben will, kann definitiv bei Sunrise bleiben.

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2 Kommentare

  • Becci sagt: 3. März 2014 um 18:33

    :)

    Antworten
  • Johannes sagt: 5. März 2014 um 21:58

    Ich will gewinnen

    Antworten
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